Deutsche Marine
Als die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland aufgestellt wurden
gab KAdm. Wagner als stellvertretender Leiter der Abteilung Marine im
Bundesministerium für Verteidigung hinsichtlich der Benennung der neuen
deutschen Flotte folgende Weisung: "Wird von der "Marine" gesprochen,
ohne daß im gleichen Zusammenhang von "Bundeswehr" die Rede ist, ist
sinngemäß die Bezeichnung Bundesmarine zu verwenden. Alle anderen
Bezeichnungen wie Kriegsmarine, Bundes-Kriegsmarine usw. sind
unzulässig." Dies blieb so für fast 40 Jahre. Obwohl nach dem Beitritt
der früheren DDR zur Bundesrepublik immer häufiger nur noch von der
Marine gesprochen wurde erst im April 1995 mit der Änderung der
Mützenbänder von "Bundesmarine" in "Deutsche Marine" diese Bezeichnung
offiziell.
Das Jahr 1995 sah die Schnellbootflottille mit ihrem Stab in dem seit
dem 4. Oktober 1994 bezogenen Typstützpunkt Warnemünde. Im November war
das 2. Schnellbootgeschwader gefolgt und im Dezember 1995
schloss sich
das 7. Schnellbootgeschwader an. Das
3. Schnellbootgeschwader verblieb weiter in Flensburg, ebenso das
5. Schnellbootgeschwader in Olpenitz.
Trotz Umzug und Neueinrichtung in Warnemünde lief der Ausbildungs- und Einsatzbetrieb
ungeschmälert weiter und spiegelte, wie schon in den Vorjahren, das veränderte
Aufgabenspektrum und gleichzeitig auch die Entregionalisierung der Schnellbootswaffe
wider. So besuchten die Boote in 1995 die Häfen folgender Länder: Belgien, Dänemark,
Estland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden und
Spanien, nahmen an zahlreichen Manövern, u.a. STRONG RESOLVE, BOLD GAME, Ständiger
Einsatzausbildungsverband Flotte (SEF) und an Übungen der Reihe Partnerschaft für den
Frieden (COOPERATIVE JAGUAR) teil. Das neue Partnerschaftsverhältnis wurde auch durch
den Austausch der Patenschaftsurkunden zwischen dem Kommandeur der Schnellbootflottille
und dem Kommandeur der 8. polnischen Küstenschutzflottille aus Swinemünde am 16.08.1995
in Warnemünde im Beisein des deutschen und polnischen Verteidigungsministers sowie
beider Befehlshaber der Flotte deutlich. In Vollzug dieser Patenschaft besuchte bereits
im nächsten Jahr ein gemischter Verband aus Einheiten aller Geschwader zu Ehren der
polnischen Seestreitkräfte Swinemünde. Diese Verbindung wurde allerdings 1997 abgelöst
durch eine trilaterale Patenschaft zwischen der Schnellbootflottille, dem 4. dänischen
Schnellbootgeschwader und der 3. polnischen Schiffsflottille, unterzeichnet durch alle
drei Kommandeure am 12.06.1997 in Gdingen / Polen. Dafür wurde die bisherige Patenschaft
zur 8. polnischen Küstenschutzflottille von der Flottille der Minenstreitkräfte übernommen.
Auch die folgenden Jahre zeigten ein umfangreiches und herausforderndes Manöver- und
Ausbildungsprogramm in dem vieles neu war in und in neue Regionen führte. So besuchte
das 3. Schnellbootgeschwader 1996 im Zusammenhang mit Manövern des deutsch-französischen
Marineverbandes im Verlauf einer 10 wöchigen Reise Häfen im Mittelmeer und Nordafrika
(Malaga, Ibiza, Toulon, Ajaccio, Bastia, Palma de Mallorca, Monaco, Nizza, Almeria und
Casablanca) und kehrte damit zu ersten Mal in das Gebiet zurück, in dem die 3.
Schnellbootsflottille im 2. Weltkrieg gekämpft hatte. Die Palme im Wappen erinnert
daran.
Im Rahmen dieser Reise war übrigens mit S 48 LÖWE zum ersten Mal eine Einheit der
deutschen Marine in dem Fürstentum Monaco.

Ebenfalls zum ersten Mal lief am 25.07.1996 mit Tender DONAU ein Kriegschiff nach dem
2. Weltkrieg in Kaliningrad (Königsberg) ein, um bei der 300-Jahr-Feier der russischen
Marine die Deutsche Marine zu vertreten. Neu war im gleichen Jahr auch das erste
FK-Schießen der RAM-Träger des 7. Schnellbootgeschwaders von Cadiz aus, bei dem die
Funktionstüchtigkeit dieses neuen Waffensystems unter Beweis gestellt wurde. Symbolisch
auch für die veränderten Aufgaben der Schnellbootflottille die mehrwöchige Mittelmeerreise
des Tenders Main im Dezember 1996 zum Transport von Liegenschaftsmaterial nach Albanien
und Kraftstoff zu den IFOR-Truppen in Bosnien-Herzegowina.
Im Jahr 1997 gingen dann, nachdem schon in den Jahren 1992 und 1994 je zwei Boote der
Klasse 148 an Griechenland abgegeben worden waren (S 42 ILTIS, S 44 MARDER, S 51 HÄHER,
S 52 STORCH), mit S 49 WOLF und S 54 ELSTER zwei weitere Boote außer Dienst und wurden
in Wilhelmshaven von der chilenischen Marine übernommen. Ein Jahr später folgten vier
weitere Boote (S 41 TIGER, S 43 LUCHS, S 53 PELIKAN und S 60 KRANICH) und läuteten damit
die Außerdiensstellung des ersten 148er Geschwaders ein. Am 30.09.1958 war es soweit.
In einer feierlichen Musterung stellte der Befehlshaber der Flotte das "alte Hausgeschwader"
der Schnellbootflottille, das 3. SG außer Dienst. Die verbliebenen Boote S 45 LEOPARD,
S 46 FUCHS, S 47 JAGUAR, S 48 LÖWE und S 50 PANTHER verlegten zum 5. SG nach Olpenitz und
bildeten dort mit den noch in Dienst befindlichen S 55 ALK, S 56 DOMMEL, S 57 WEIHE, S 58
PINGUIN und S 59 REIHER den neuen Geschwaderverband von zehn Booten, allesamt mit der
Anlage
OCTOPUS zur elektronischen Kampfführung ausgerüstet.
Doch auch mit reduzierter Zahl an Geschwadern und Booten ging der Fahrbetrieb zwischen
Polarkreis und westlichem Mittelmeer ungeschmälert weiter. BLUE GAME, das Nachfolgemanöver
von BOLD GAME war jährlich zu beschicken, hinzu kamen Artillerie-, Torpedo- und
FK-Schießabschnitte, Übungen im Rahmen des deutsch-französischen Verbandes im Mittelmeer,
das JMC (Joint Maritime Course) vor Schottland, BALTOPs als zentrales Manöver unter
Einbindung der USA in der Ostsee, Übungen im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden und
weitere Ausbildungsabschnitte wie STRONG RESOLVE 98, bei dem Boote des 2. und 7. SG von
Bodö aus operierten und mit blauen Nasen am Bug als Zeichen der Polarkreisüberquerung
zurückkehrten. Nicht zu vergessen die Öffentlichkeitsarbeit, wie beispielsweise Tage der
offenen Tür, Teilnahme an Hanse Sail, dem Segelereignis in Rostock / Warnemünde oder
Fahrten im Rahmen der Nachwuchswerbung. Alle waren sie mit Booten zu beschicken, wobei
sich aufgrund der Vielfalt und Verschiedenartigkeit der Anforderungen der in der
Vergangenheit gewohnte Geschwaderverband teilweise auflöste und teilweise nur zwei bis drei
Boote die Schnellbootswaffe vertraten.
Aufgrund vielfältig gesammelter Erfahrungen im gemischten Einsatz und da die beiden
Geschwader mit den großen und moderneren Booten auch bereits in einem Stützpunkt vereint
lagen vollzog die SFltl. diese Mischung auch organisatorisch um damit auf Dauer aus
unterschiedlicher Ausrüstung und Bewaffnung die besten Synergieeffekte zu erzielen.
Zum 1. Oktober 1999 wechselten jeweils fünf Boote vom 2. und vom 7. SG zum anderen Geschwader.
Vom 2. SG wurden die Boote S 66 GREIF, S 67 KONDOR, S 68 SEEADLER, S 69 HABICHT und
S 70 KORMORAN an das 7. SG abgegeben, dafür kamen von dort S 76 FRETTCHEN, S 77 DACHS,
S 78 OZELOT, S 79 WIESEL und S 80 HYÄNE. Vorher hatten die Boote allerdings noch
aufwendige Reparaturen durchzuführen, da im Frühjahr Schäden an den Mittellängsträgern
festgestellt worden waren mit erheblichen Auswirkungen auf die Seetüchtigkeit. Nach
Instandsetzung ging das Fahrprogramm ungemindert weiter. Übungen mit der tunesischen
Marine und Einsatz als Schulgeschwader für die Offiziersausbildung traten zu dem ohnehin
vollen Ausbildungsplan hinzu, obwohl der Bootsbestand weiter zurückging. S 45 LEOPARD und
S 47 JAGUAR stellten im September 2000 außer Dienst um anschließend an die griechische
Marine übergeben zu werden. Trotzdem schien es fast keine Grenzen für die verbliebenen
Boote mehr zu geben. Im unwirtlichen November 2000 machte sich das 5. SG mit vier Booten und
Tender MAIN auf nach Norden um weit nördlich des Polarkreises, von Hammerfest aus, mit
norwegischen S-Booten und anderen großen Einheiten zu üben. Nördlicher waren moderne
deutsche S-Boote bislang nie gekommen - nur im Kriege waren die 8. und 6. SFltl. 1942
noch weiter vorgestoßen, als sie von Januar bis September 1942 vom Semskefjord in der Nähe
des Varangerfjordes aus operierten.
2001 gingen drei weitere Boote der Kl. 148 außer Dienst. Den Anfang machte S 58 PINGUIN
im Juni, gefolgt von S 50 PANTHER und S 59 REIHER im September 2001, dem gleichen Monat
in dem die Terroranschläge von New York und Washington die Welt veränderten.
Auch die Schnellbootflottille blieb davon nicht unberührt. Nachdem die Bundesregierung,
gestützt durch entsprechende Beschlüsse des Deutschen Bundestages erklärt hatte sich an
dem internationalen Kampf gegen den Terror zu beteiligen, liefen schon Ende des gleichen
Jahres die Vorbereitungen für einen Einsatz an. Im Januar 2002 wurden fünf Boote des 2. und
7. SG auf Dockschiffen (CONDOG) von Wilhelmshaven nach Djibuti verbracht, von wo aus sie -
gestützt auf die dorthin verlegten Tender DONAU und MAIN - für 6 Monate zusammen mit
Einheiten anderer Länder die Kontrolle des Seegebietes am Horn von Afrika im Golf von Aden
übernahmen.
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| im CONDOG
| ausschwimmen vor Djibuti
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Obwohl die Einheiten so deutlich demonstriert hatten, daß sie keinesfalls nur für die
Ostsee geeignet waren, liefen die Maßnahmen zur Umstrukturierung der Bundeswehr und damit
der Marine und der Schnellbootswaffe weiter. Im Dezember 2001 hatte der Haushaltsausschuss
des Bundestages das Vorhaben Korvette Klasse 130 gebilligt,
einen Tag später wurde der
Bauvertrag unterzeichnet. Damit konnte die SFltl. wieder in die Zukunft blicken.
Trotzdem
kam Wehmut auf als am 17.12.2002 das 5. Schnellbootgeschwader in einer feierlichen
Musterung in Anwesenheit der früheren Geschwaderkommandeure und vieler Ehemaliger durch
den Kdr. Schnellbootflottille nach etwas über 42 Jahren aufgelöst wurde. Am Tage vorher
waren die letzten fünf Einheiten der Klasse 148 Tiger außer Dienst gestellt worden um
anschließend an Ägypten abgegeben zu werden.

zum Abschied
So war nun der Stand der Schnellbootflottille ab 2003:

Um zu den Geschwadern zu kommen, klicken Sie bitte auf das
entsprechende Wappen.
Neben der geübten und bewährten Beteiligung an den vielen Ausbildungsvorhaben ging die
Beteiligung am Kampf gegen den Terror weiter. Auch nachdem die Boote vom Horn von Afrika
abgezogen waren hatten Tender der SFltl. als Plattform für die Marinelogistik in Djibuti
zu dienen und von dort die größeren Einheiten, die die Schnellboote ablösten, zu versorgen.
Tender Elbe und danach Tender Donau waren so insgesamt von November 2002 bis September 2003
im Einsatz. Kaum waren sie zurück gingen 3 Boote und Tender Main ab Oktober 2003 in die
Straße von
Gibraltar, um dort in der Operation STROG (Strait of Gibraltar) von Cadiz aus den
internationalen Schiffsverkehr gegen terroristische Angriffe zu schützen. Zum Jahreswechsel
übernahm ein zweites Kontingent und danach noch ein drittes Kontingent die Aufgabe.
Am 29. Mai 2004 endete der Einsatz vorläufig und die letzten drei Boote kehrten
mit ihrem Tender nach Deutschland zurück.
Boote bei der Sicherung wichtiger Schiffe in der Straße von Gibraltar
Parallel dazu lief die Bewachung der US-Kasernen durch deutsche Soldaten, auch hier war
die SFltl. gefordert. Zeitweise waren bis zu 70 Mann im Einsatz - mit erheblichen
Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft der das Personal stellenden Boote.
Unverdrossen und unverzagt lief die Einsatzausbildung und Manövertätigkeit weiter. Und es
wurde trotz gesunkener Bootszahlen nicht weniger. BLUE GAME (das frühere BOLD GAME),
BALTOPS mit den US-amerikanischen Streitkräften, NORTHERN LIGHT, JOINT MARITIME
COURSE (JMC, später NEPTUN WARRIOR) SEF, STANAVFORLANT und viele andere standen
auf dem Programm. Hinzu kamen Schießabschnitte für MM 38 und RAM im Mittelmeer,
Auslandsaufenhalte, Ausbildung für Offiziersanwärter und so weiter und so weiter.
Doch es wurden immer weniger Boote. Bereits am 16.12.2004 stellten S 62 FALKE und
S 67 KONDOR außer Dienst. Am 24.03.2005 folgten S 61 ALBATROS und S 64 BUSSARD.
Sie bildeten die Materialreserve für die restlichen sechs Boote, die in drei Tranchen
an Tunesien abgegeben wurden. Am 04.07.2005 wechselten S 65 SPERBER und S 66 GREIF
die Flagge, am 29.09.2005 S 63 GEIER und S 68 SEEADLER sowie am 13.12.2005 S 69
HABICHT und S 70 KORMORAN. Jetzt hatten die beiden Geschwader nur noch jeweils
fünf Boote der Klasse 134 A.
Noch einmal HOT DOGS zum Abschied:
Doch auch das Ende der Flottillen nahte. Um die Flotte besser an die neuen Einsatz-
erfordernisse anzupassen und gleichzeitig auch den reduzierten Stückzahlen Rechnung
zu tragen strukturierte die Marine die Flotte neu und schuf - bei gleichzeitiger
Auflösung der bisherigen Flottillen - zwei Einsatzflottillen, in denen sich die Geschwader
sammelten.
Die neue Organisation der Flotte:
Die Einsatzflottille 1 wurde am 29.06.2006 durch den Befehlshaber der Flotte
aufgestellt, nachdem er vorher in einer feierlichen Zeremonie in Anwesenheit vieler
ehemaliger Typkommandeure die Bootsflottillen aufgelöst hatte. Damit endete nach fast
50 Jahren die Schnellbootflottille.
Einen Tag vorher, am 28.06.2006, war das 2. Schnellbootgeschwader in Warnemünde aufgelöst
worden und die verbliebenen fünf Boote wieder dem 7. Schnellbootgeschwader zugeführt worden.
Am 01.07.2006 folgte dann, wieder in Warnemünde, die Aufstellung des 1. Korvettengeschwader,
von dem zu diesem Zeitpunkt schon die Korvette BRAUNSCHWEIG getauft war. Es folgten dann
die Taufen von MAGDEBURG (06.09.2006), ERFURT (29.03.2007), OLDENBURG (28.06.2007) und
LUDWIGSHAFEN AM RHEIN (26.09.2007).
Auflösung der Bootsflottillen in Kiel am 29.06.2006

Übersicht über die beiden in Warnemünde stationierten Geschwader
Auch unter der geänderten Führung ging das fordernde Fahrprogramm weiter.
Allerdings wurde mit Auflösung der Schnellbootflottille der Geschwaderstab
personell verstärkt, um selbständiger agieren zu können. Auch wurde er um den
S 4 Bereich erweitert und fand damit zu einer logistisch weitgehend unabhängigen
Struktur zurück.
Für den Winter 2006/2007 sollten dann erneut vier Schnellboote mit Tender an das
Horn von Afrika verlegen. Geplant war wieder der Transport auf CONDOG-Schiffen, wie schon
2002. Doch mitten in die fast abgeschlossenen materiellen und personellen
Vorbereitungen kam der Befehl zum Einsatz vor dem Libanon als Folge des deutschen
Engagements nach dem Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah.
Nachdem der Deutsche Bundestag am 20.09.2006 die Teilnahme deutscher Einheiten
an UNIFIL (United Nations Intermim Force in Lebanon) beschlossen hatte, lief bereits einen
Tag später der deutsche Verband, bestehend aus 2 Fregatten, einem
Einsatzgruppenversorger und vier Schnellbooten mit Tender aus Wilhelmshaven zum neuen
Stützpunkt Limassol auf Zypern aus. Am 15.10.2006 übernahm die Task Force 448
unter Führung des deutschen FltlAdm. Krause die Führung des martimen Anteils
von UNIFIl (UNIFIL MAROPS) und um 12.30 Uhr wehte zum ersten Mal die Flagge
der Vereinten Nationen von den Rahen der Schiffe und Boote.
Seeraumüberwachung hieß der Auftrag, um Nachschub für die Hisbolloh zu unterbinden.
Hinzu kam für die Boote, die als Taks Group 448.03 operierten und in der sich
insgesamt 13 Einheiten aus Deutschland, Norwegen, Dänemark und Schweden
zusammenfanden, ab Dezember auch die Aufgabe, Übungen mit der kleinen
libanesischen Marine durchzuführen, um diese in Lage zu versetzen
Überwachungsaufgaben später selbständig durchzuführen.
Das erste Kontingent, bestehend aus Tender ELBE, S 74 NERZ, S 77 DACHS, S 78 OZELOT
und S 80 HYÄNE, beendete seinen Einsatz am 01.03.2007. Dann verlegten ELBE, S 74 NERZ und
S 78 OZELOT nach Hause, während die Besatzungen der beiden anderen mit denen von
Heimatbooten getauscht wurde.
Dies wurde erstmalig praktizert und verlief ohne Probleme. Mit den neu ins Mittelmeer
verlegten S 71 GEPARD und S 76 FRETTCHEN sowie dem Tender MOSEL war dann das 2. Kontingent
ab März im Einsatz. Die Rückreise traten Ende August vorerst allerdings nur S 77 DACHS
und S 80 HYÄNE an, da die beiden anderen Boote nach einer größeren Havarie erst
auf Zypern repariert werden mussten, um dann anschließend in deutsche Werften zu gehen.
Am 14. September waren die beiden fahr- und einsatzbereiten Boote nach einem
fast einjährigen Einsatz vor dem Libanon wieder in Warnemünde.
Schnellboote im Einsatz:
| Von der Norwegensee ...
|
|
| ...über die Straße von Gibraltar ...
|
| zum Golf von Aden ...
|
|
| und vor die Küste des Libanon
|
Kommandeure:
(ab 1995, ansonsten aufgeführt unter Bundesmarine)
| KzS Hass
| 04.93 - 03.96
|
| KzS Kronisch
| 04.96 - 09.99
|
| KzS Hoops
| 10.99 - 03.04
|
| KzS Lange
| 04.04 - 06.05
|
| KzS Kähler
| 07.05 - 06.06
| (mit der Wahrnehmung der Aufgaben beauftragt)
|
Quellen:
Duppler, Jörg: Germania auf dem Meere, Hamburg 1998
Jahresbroschüren der SFltl.
Unterlagen SFltl. und der Geschwader
Broschüre der Einsatzflottille 1
Fotos: SFltl., Mannhardt, 1. KG, PIZ Marine